ADHS zeigt sich bei Kindern als biologisch bedingte Entwicklungsverzögerung der Selbstregulation.
Burschen ("Zappelphilipp") zeigen öfter die hyperaktiv-impulsive, Mädchen ("Träumelinchen") die unaufmerksame Form des ADHS. Da Burschen dadurch z.B. in Betreuungs- und Bildungseinrichtungen eher stören, werden sie oft früher diagnostiziert, weshalb von einer Dunkelziffer an betroffenen Mädchen ausgegangen wird.
Abgeleitet aus den Empfehlungen des AWMF-Leitlinienregisters (Wissenschaftsgesellschaft in Deutschland) und des Zentralen ADHS-Netzes (Dachorganisation) gelten folgende Altersgrenzen:
| Diagnostik | Behandlung/Therapie | |
| 0 bis 3 Jahre | nicht möglich (Auffälligkeiten werden als allgemeine Regulationsstörungen eingestuft) | Elternberatung, Entspannungs- und Elternfreizeiten-Angebote |
| 3 bis 5 Jahre | nur in schweren Ausnahmefällen (Abgrenzung zu üblichem Trotzverhalten notwendig) | psycho-pädagogische Intervention, nicht-medikamentöse Verhaltenstherapie und Elternberatung |
| ab 5/6 Jahren | häufigster Diagnosezeitpunkt (Symptome in der Schulstruktur am deutlichsten) | multimodale Behandlung (psycho-pädagogische Intervention, Verhaltenstherapie mit medikamentöser Unterstützung, Elternberatung) |
